Libretto von Helena Tornero
Deutsch von Arno Lücker
Termine und Tickets
Ich, ich, ich! Dienstag, 03. November 2026, 19:30 – 21:00 Uhr, Ballhof 1
Ich, ich, ich! Mittwoch, 11. November 2026, 19:30 – 21:00 Uhr, Ballhof 1
Ich, ich, ich! Mittwoch, 18. November 2026, 19:30 – 21:00 Uhr, Ballhof 1
Ich, ich, ich! Samstag, 21. November 2026, 19:30 – 21:00 Uhr, Ballhof 1
Ich, ich, ich! Mittwoch, 25. November 2026, 19:30 – 21:00 Uhr, Ballhof 1
Klothilde sucht Hilfe bei dem Psychiater Dr. Giovanni Tempesta, denn ihr Kater ist gestorben. Tempesta hört Klothilde nicht zu, sondern diagnostiziert allem und jedem Narzissmus. Weitere Katastrophen im Leben von Klothilde bleiben nicht aus. Auch ein Meditationsseminar bringt keine Besserung. Tatsächlich verstecken sich dann doch überall Narzissten.
Für von der Aufmerksamkeitsspanne her normativ gelesene Narzisst:innen
Ein Kater tritt auf, miaut – und stirbt. Sein Frauchen Klothilde, eine Kunstmanagerin, sucht Hilfe und gerät an den Psychiater Dr. Giovanni Tempesta, der vor allem eines beherrscht: selbst reden. Giovanni erklärt Klothilde ungefragt die Narzissmus-Epidemie der Gegenwart und lässt zur Beweisführung seiner These Künstler-, Blogger- und Poser-Typen aufmarschieren. Klothilde kommt endlich zu Wort und kann berichten, was ihr alles passiert ist: Auf einer sehr langen Fahrstuhlfahrt hat Klothilde von einem Liftboy erfahren, dass ihr Freund Guido nicht nur eine schöne Stimme, sondern auch einen ausgefeilten Damen-Wochenplan am Start hat. Klothilde eilte schweren Herzens zu ihrem nächsten Termin: einer von ihr mitorganisierte Vernissage voller bedeutungsschwerem „Blabla". Klothildes Handy störte die Galerie-Performance – und Klothilde verlor ihren Job. Auf der Trauerfeier ihres verstorbenen Freundes entdeckte Klothilde zwischen Bestattungswerbung und Liebesreden, dass sie offenbar nur eine von vielen „großen Lieben" war. Klothilde suchte Ruhe im spirituellen Detox-Retreat und traf auf einen Zen-Guru, zu dem man besser innere und äußere Distanz wahrt. Zurück in der Praxis von Dr. Giovanni Tempesta kommen noch andere, bisher versteckte Wahrheiten ans Licht. Eine Krankenschwester faltet die Anwesenden zusammen.
- Musikalische Leitung Masaru Kumakura
- Inszenierung Ruben Michael
- Bühne und Kostüme Lydia Peters
- Licht Uwe Wegner
- Dramaturgie Arno Lücker
- Xchange Kirsten Corbett
- Katze / Erfolgsbloggerin / Performancekünstlerin / Silvia / Lachende Frau / Krankenschwester Julia Sturzlbaum
- Klothilde Hanna Larissa Naujoks
- Promi-Künstler / Ungebildeter Poser / Lift-Boy / Bestatter / Mimì / Pathologischer Patient / Doktor Michał Prószyński
- Dr. Giovanni Tempesta / Zen-Guru Max Dollinger
- Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Die Oper „Ich, ich, ich!“ der spanischen Komponistin Raquel García-Tomás ist eine wirklich komische, zeitgemäße Oper. Die Neuproduktion im hannoverschen Ballhof Eins glänzt mit einem starken Sängerquartett (…) Der locker gefügten, freundlich dadaistischen Handlung entspricht eine Musik, die wandelbar ist wie ein Chamäleon. García-Tomás hat aus Zitaten und Anklängen einen ganz eigenen, wunderbar schillernden Klangteppich gewebt. Es gibt Zeichentrickgeräusche und den Tristan-Akkord, Ragtime-Rhythmen und flirrende Puccini-Sehnsucht. Alles ist dabei so raffiniert und dicht verflochten, dass man gar nicht mehr unterscheiden kann, ob die Musik das Geschehen illustriert oder die Handlung erst aus der Musik herauswächst. (...) Auf der kleinen Ballhof-Bühne zeigen Julia Sturzlbaum, Hanna Larissa Naujoks, Michal Prószynski und Max Dollinger stimmlich und darstellerisch echte Größe.