Frank Domnick

Frank Domnick absolvierte von 1985 bis 1988 eine Ausbildung zum Speditionskaufmann. Von 1988 bis 1995 studierte er Operngesang an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Prof. Theo Altmeyer, Prof. Carl-Heinz Müller und Prof. Carol Richardson. In der Zeit seines Studiums war Frank Domnick Mitglied des Norddeutschen Figuralchores unter Jörg Straube mit Konzerttätigkeiten in Deutschland und Japan. Er trat als Solist in Kirchenkonzerten und Liederabenden auf. Seit 1995 ist er Mitglied des Chors der Staatsoper Hannover in der Stimmgruppe 1. Bass und hat an über hundert Werken der Opernliteratur auf der Bühne mitgewirkt.

Welche künstlerische ZUSAmmenarbeit hat Sie besonders geprägt?
Besonders geprägt haben mich musikalisch die ZUSAmmenarbeit mit den Dirigenten Ivan Repusic und unserem Chordirektor Lorenzo Da Rio sowie den Regisseuren David Mouchta Samurai, Daniel Kramer und Matthias Davids.

Haben Sie ein besonderes Ritual, bevor Sie auf die Bühne gehen?
Nein, ich habe kein Ritual.

Welche Opern-Figur würden Sie gerne mal auf einen Kaffee treffen – und warum?
Ich würde gerne mehrere Opern-Figuren auf einen Kaffee treffen: Menschen mit ihrem abgrundtiefen Hass anderen Mitmenschen gegenüber wie z.B. Jago und Lady Macbeth oder Opferrollen wie Peter Grimes und Billy Budd.

Welche Reaktion nach einer Aufführung hat Sie am meisten gefreut?
Es freut mich ganz besonders vor einem ausverkauften Opernhaus zu spielen und die gnadenlos vielen Bravo-Rufe mit meinen Kolleg:innen entgegenzunehmen.

Welche Musik hören Sie, wenn Sie nicht arbeiten?
Mittlerweile ganz wenig, aber wenn, dann gerne Richard Strauss’ Vier letzte Lieder und Alpensinfonie oder Filmmusiken von Hans Zimmer und anderen.

Welche Rolle kann die Oper in unserer Zeit spielen?
Sie kann und muss die Rolle des Berührenden innehaben. Solange Musik und Inszenierung die Zuschauer:innen tief in ihren Emotionen treffen und mit Inhalten und Sichtweisen „berühren“, hat die Oper ihre Aufgabe erfüllt. Sie darf keinesfalls der aufgesetzten, bloßen und banalen Effekthascherei verfallen.